Adenomyose und tief infiltrierende Endometriose – eine spezielle Herausforderung in der Reproduktionsmedizin

Vom 13.-14. April 2012 findet im Krankenhaus Bruneck der
6. Endometriosekongress zum Thema Adenomyose und tief infiltrierende Endometriose – eine spezielle Herausforderung in der Reproduktionsmedizin statt. Dieser Kongress wird von der Abteilung Gynäkologie Geburtshilfe, Zentrum für Reproduktionsmedizin und Kroykonservierung der Gameten des Krankenhauses Bruneck organisiert.

Am ersten Tag werden interaktive Operationen aus dem LKH Villach (A) und dem Operationssaal des Krankenhauses Bruneck live übertragen. Am zweiten Tag handelt es sich um Vortragsreihen von übernationalem Interesse. Als vortragende Ärzte/innen konnten Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien gewonnen werden.

Ein Hauptthema der Veranstaltung bezieht sich auf die operativen endoskopischen Behandlungsmethoden der verschiedenen Erkrankungen der Frau. Unter endoskopischer Chirurgie versteht man die minimal invasive Therapie (MIC), auch Schlüssellochchirurgie genannt, die eine sanfte Methode des Operierens darstellt. Es werden dabei nur sehr kleine Schnitte an der Bauchdecke gesetzt. Durch diese werden eine miniaturisierte Spezialkamera und winzige Instrumente in den Körper eingeführt. Besonders in der Gynäkologie können damit auch große Eingriffe durchgeführt werden. Durch die minimierten Zugänge sind günstige kosmetische Ergebnisse und geringe Schmerzen auch bei diesen großen Eingriffen möglich. Ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und eine kurze Erholungszeit bieten den Patientinnen die Möglichkeit rasch in ihren Lebensalltag zu finden. Lange Zeit wurde die Laparoskopie lediglich als ein diagnostischer Eingriff verwendet. Mit der Entwicklung neuer Geräte und Instrumente wurden die endoskopischen Techniken zunehmend auch zur operativ – chirurgische  Methode eingesetzt. Diese Technik wurde an der Gynäkologie Bruneck 1992 eingeführt und ständig weiterentwickelt und gehört heute zum Standard in der operativen Behandlung gutartiger und bösartiger Erkrankungen in der Frauenheilkunde. Chirurgische Erfahrung und adäquates Training vorausgesetzt, lassen sich auf endoskopischem Wege auch große interdisziplinäre onkologische Operationen durchführen. Gleiches gilt auch für die Therapie der fortgeschrittenen Stadien der Endometriose.

Zusammenfassend können folgende Vorteile dieser Operationstechniken hervorgehoben werden:

  • Rasche Erholung
  • Kurzer Krankenhausaufenthalt
  •  Geringer postoperativer Schmerz
  • Gutes kosmetisches Ergebnis
  • Standardisierte Eingriffe
  • Geringe Komplikationen
  • Auch ausgedehnte operative Eingriffe möglich

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